Wolfgang Amadeus Mozart
Zaide
Die Oper Zaide spielt im Palast des Sultans Soliman im Morgenland des 16. Jahrhunderts. Im Palast des Sultans arbeiten einige gefangene Spanier als Sklaven, darunter auch Gomatz und Zaide auf die der Sultan bereits ein Auge geworfen hat. Spanische Gefangene in einem türkischen Palast, das kommt Mozart-Kennern doch irgendwie bekannt vor. Zu Recht, denn Zaide ist die Verarbeitung eines ähnlichen Stoffes, wie er später für die Mozartoper Die Enführung aus dem Serail verwendet wurde. Allerdings ist Zaide die tragische Variante der eher komischen Entführung aus dem Serail. Zudem brach Mozart die Arbeit an der Oper vor der Fertigstellung ab, wohl weil er einsah, dass ernste Stoffe in der damaligen Zeit einen schweren Stand beim Publikum hatten. Heute ist lediglich ein Opern-Fragment ohne Ouverture, Dialoge und Schluss erhalten. Die Oper wurde erst viele Jahre nach Mozart's Tod erstmals aufgeführt. In der heutigen Praxis wird anstelle der Ouverture meist eine der frühen Sinfonien Mozarts gespielt oder aber komplette Neubearbeitungen des Stoffes unter Verwendung der erhaltenen Stücke von Mozart. Doch nun zurück zum Schicksal der schönen Zaide, die sich nach wie vor in des Sultan's Gefangenschaft befindet.
Singspiel in zwei Akten
Text von Johann Andreas Schachtner Musik von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert 1779 uraufgeführt 1866 in Frankfurt/Main
Solisten: Soliman, ein türkischer Sultan (Tenor) Allazim, sein Lieblingssklave (Bass) Zaide, eine Sklavin des Sultans (Sopran) Gomatz, ein Sklave des Sultans (Tenor) Osmin, ein Sklavenhändler (Bass) Sklaven (Tenor) Zaram (Sprecher)
Orchester: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher
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